Stiller Tanz für zwei Liebende
Anastasia Chaguidouline

Score
Das ist ein Tanz für zwei Liebende: Ein Tanz mit einer Leiter. Verwendet die äußersten Spalten der Leiter.

Vorsicht: Rutsch- und Verletzungsgefahr bis zum Genickbruch. Verzichte auf das Tanzen, es sei denn, du fühlst dich dem anderen vertraut. Verzichte auf das Tanzen, es sei denn, du hast genügend Kontrolle über deinen Körper. Verzichte auf das Tanzen, es sei denn, du magst die Gefahr. Der Tanz erfordert Übung und ständigen Augenkontakt.

Beschreibung
Die/der erste Tänzer*in hebt die Leiter an und legt den Kopf der/des zweiten Tänzer*in zwischen den äußersten Sprossenspalt. Die/der zweite Tänzer*in greift nach der Leiter und legt diese gemeinsam über den Kopf der/des ersten Tänzer*in in der äußersten Spalt auf der anderen Seite. Die Tänzer*innen halten die Leiter mit den Händen fest, drücken ihren Hals gegen das Metall und beginnen sich langsam zu drehen, indem sie sich gegenseitig in die Augen schauen. Die Leiter verbindet sich und ist gleichermaßen gefährlich, sie hält während des Tanzes direkten und ununterbrochenen Blickkontakt. Sie drehen sich immer schneller, bis sie das Gefühl haben, dass sie nicht schneller gehen können. Die Leiter verbindet sie miteinander, gibt der Drehung Schwung. Der Tanz ist eine Beziehung, er ist ein Balanceakt des Vertrauens zwischen zwei Menschen, mit allen damit verbundenen Risiken, die für einige Augenblicke Schritt halten, bevor sie langsam beginnen, ihr Tempo wieder zu verringern und schließlich zu einem sanften Stillstand kommen. In Anlehnung an Maurice Blanchot’s Interpretation der Gemeinschaft der Liebenden – Blanchot, der Bataille liest – erklärt, dass “die Liebe vor jeder Beziehung zur Gemeinschaft die Wahrheit der absoluten Differenz ist”. Hier stellen die beiden Tänzer*innen eine Kerngemeinschaft von zweien dar. Der Tanz ist ihr Handeln aus Vertrauen und dem Risiko, das mit Intimität und Vertrauensbeziehungen zwischen Menschen verbunden ist.

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